Im feuchten Unterleib des Verfalls singt das Fleisch eine stumme Einladung.
Zuerst kommen die Schmeißfliegen – metallisch, grün, drängend.
Sie klopfen nicht an. Sie kolonisieren.
Eier werden in weiches Gewebe gelegt,
gestapelt wie Munition,
jedes ein Versprechen aus Zähnen.
Innerhalb weniger Stunden beginnt das Fleisch sich zu regen.
Larven brechen hervor wie langsames Feuer–
weiß, blind, hungrig.
Sie fressen nicht. Sie löschen. Eine Flut aus Fleisch.
Der Kadaver ist nicht länger etwas, das gestorben ist –
er ist nun vieles, das geboren wird.
Ameisen marschieren in Armeen ein, zerlegen die Architektur des Körpers.
Nichts wird verschwendet. Nicht der Knochen. Nicht der Knorpel.
Nicht einmal die Träume, die einst hinter den Augen lebten.
Der Kreislauf ist nicht grausam.
Er ist nicht gütig.
Er ist nicht einmal interessiert.
Das ist kein Tod.
Das ist Instandhaltung.
Das ist notwendig.
Leben nährt Leben nährt Leben nährt Leben.